Wie Easy Peasy dann auch noch schön wurde

März 7, 2009 at 11:23 (EeePc) (, , , )

Nach einer erholsamen Nacht ging es denn am nächsten Tag mit frischen Kräften ans Verschönern von Easy Peasy. Erstmal wollte ich am Schriftbild ändern, das war mir einfach zu verschwommen. Dazu habe ich dieses Tutorial genutzt. Einziges Problem dabei war, dass man unter Vista nicht mehr Schriftarten aus dem Schriftarten-Ordner kopieren kann (es geht wirklich nicht!!), aber Tahoma findet man kostenlos auch hier und hier.

So, jetzt sieht das schon mal besser aus. Ansonsten habe ich noch in der Rubrik Einstellungen/Erscheinungsbild herumgespielt – mir gefällt Human-Clearlooks besser als das voreingestellte Human-Netbook. Dummerweise habe ich dabei auch etwas verändert, was die Schriftgröße von den Programm-Ladefenstern und in den meisten Programmen (Open Office, Skype) schrecklich klein werden ließ. Falls jemand eine Ahnung hat, was das ist, so möge er sich bitte melden!

Kleine Schriftart

Mein nächstes Projekt war ein Dock für den EeePC 4G. Wie ich hier ja hier schon geschrieben, habe ich vor einigen Tagen auf meinem normalen Notebook gleich zwei Docks installiert und möchte die nun nicht mehr missen. Unter Easy Peasy wäre ein Dock sogar noch wichtiger, da es hier keine Schnellstartleiste gibt.

Das Problem war nicht, ein Dock für Ubuntu/GNOME zu finden. Das Problem ist, dass der EeePC 4G nunmal ein Netbook mit sehr beschränkten Fähigkeiten ist und das Anschalten eines Kompositionsmanagers wie Compiz, der die ganzen schönen visuellen Effekte produziert, das kleine Ding völlig in die Knie zwingt (ich habe es ausprobiert). Zuerst wollte ich also SimDock, das ja in seinen Anforderungen recht sparsam ist, nehmen, aber das hat wiederum keine Auto Hide-Funktion und bei einem 7’’-Display kann man es nicht leisten, Platz auf dem Desktop zu verschwenden. Nachdem ich dann ergebnislos GNOME-Do und kiba-dock probiert hatte und schon fast wieder aufgeben wollte, sah ich mir nochmal die Seite von Cairo-Dock an. Und siehe da, da heißt es:

It is compatible with Compiz-Fusion, Beryl, Compiz and Xcompmgr, but it can also run without a composite manager (using fake transparency). Cairo-Dock can run under GNOME, KDE and XFCE.

Bingo! Das Installieren aus dem .deb-Paket ging zwar nicht, dafür aber die manuelle Anleitung (das mit dem Key habe ich weggelassen, man muss dann nur einmal mehr bestätigen). Nach der Eingabe von cairo-dock öffnete sich dann auch schon ein Menü, in dem man ein Theme auswählen kann. Achtung: aus irgendeinem Grund blieb diese Auswahl dann bestehen, auch wenn ich nachträglich ein anderes Theme ausgewählt habe (ich musste dann nochmal neuinstallieren). Ich habe mich für Clear entschieden, sieht sehr schick aus. Dann noch die Icons angepasst und tadaa! Ein bisschen Probleme macht die Platzierung, denn eigentlich ist nirgends so richtig Platz. Ich habe es jetzt unten festgemacht, was den Nachteil hat, dass es sich manchmal öffnet, wenn man nur “Schließen” oder so drücken will. Aber wenn man die richtige Technik (langsam annähern) verwendet, kann man das umgehen.

Ach ja, wenn man übrigens die Icons in den normalen Menüs verändern will, kann man das unter Einstellungen/Hauptmenü tun. Dort dann den jeweiligen Eintrag auswählen, auf Eigenschaften und dann auf den Icon klicken. Am besten verschiebt man den neuen Icon in den Ordner des alten, sonst ist nach einem Neustart wieder alles weg. Da die Ordner, wo die Icons drin sind, geschützt sind, kann man nicht einfach im Nautilus (wie der Explorer bei Ubuntu heißt) verschieben, sondern muss ein Terminal öffnen, über den Befehl

cd /Ordner/Unterordner

zu dem Verzeichnis gehen, wo der neue Icon liegt. Dann folgendes eingeben:

sudo mv Name des Icons.png /usr/share/pixmaps

sudo verschafft euch dabei Root-Rechte (deswegen wird man auch nach dem Passwort gefragt) und mv steht für move. .ico funktionieren nicht, die muss man mit Icon Sushi umwandeln. Statt /usr/share/pixmaps muss man halt das entsprechende Verzeichnis des alten Icons nehmen.

Fazit: die Bootzeit hat sich nicht wirklich verkürzt und von den 4GB Speicher ist auch fast nichts mehr da. Dafür laden die Programme wesentlich schneller und man hat das Gefühl, dass alles glatt läuft. Und vor allem habe ich festgestellt, dass man eine gute Linux-Distro auch irgendwie benutzen kann. Wenn ihr mal nach Tipps sucht, könnt ihr quasi alles vom normalen Ubuntu 8.10. Intrepid Ibex übernehmen (darauf beruht Easy Peasy 1.0 nämlich). Auch wenn ich ein Betriebsssytem, bei dem für die Installation jedes Programms mind. fünf verschiedene Anleitungen vorliegen, immer noch seltsam finde …

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